Rückenzentrum

Rückenzentrum: Wirbelsäule und Gelenke schnell und wirkungsvoll behandeln

Ärzte verschiedener Fachrichtungen erarbeiten ihren individuellen Therapieplan

Katrin Kadow Fachärztin für Radiologie

Spinalkanalstenose (Zuwachsen des Wirbelkanals)

Eine reine Folge schwerer körperlicher und einseitiger  Belastungen ist dagegen die so genannte Spinalkanalstenose, das Zuwachsen des Wirbelkanals, durch den das Rückenmark mit seinen Nervenbahnen verläuft.

Geht ein Mensch über einen längeren Zeitraum einer körperlich anstrengenden, oft einseitigen Arbeit nach, verdicken sich die Knochen, Gelenke und Bänder. Nur so können sie den vermehrten Belastungen standhalten. So auch die Wirbelknochen unserer Wirbelsäule. Das zusätzliche Knochengewebe wächst nach Innen und drückt auf das Rückenmark.

Wirbelgleiten

Häufig sind es aber auch angeborene Ungenauigkeiten, die uns Probleme bereiten. Die Wirbelsäule versucht, die kleinen Makel auszugleichen – und sämtliche Elemente unseres Rückgrats leiden darunter. So ist auch das so genannte Wirbelgleiten nicht nur die Folge von natürlichem Verschleiß, sondern kann auch durch einen angeborenen Fehler verursacht werden. Das Wirbelgleiten betrifft vor allem den unteren, hoch belasteten Teil unserer Wirbelsäule: die Lendenwirbel.
Die Wirbel verrutschen leicht (sind instabil), wenn sie nicht von starken Bändern und Muskeln gehalten werden.

Iliosakralgelenksarthrose (Verschleiß des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks)

Unsere Wirbelsäule ist auch an anderen Stellen großen Belastungen ausgesetzt. Der Beckenbereich, die Verbindung zwischen Oberkörper und den Beinen, sorgt für die Stabilität unseres Körpers. Diese zentrale Verbindung besteht aus den beiden Beckenschaufeln und dem Kreuzbein, dem unteren Ende der Wirbelsäule.

Die Beckenschaufeln und das Kreuzbein sind verbunden durch das so genannte Kreuzdarmbeingelenk, oder auch Iliosakralgelenk.

Bandscheibenvorfall und –vorwölbung

Wenn wir an Rückenschmerzen denken, fallen uns sofort die Bandscheiben ein. Jeder bekommt Angst: Querschnittslähmung, Operation, Rollstuhl geistern in unseren Köpfen. Doch dem ist nicht so – Rund 80 Prozent aller Rückenbeschwerden sind zurückzuführen auf eine schwache Rückenmuskulatur. Die Bandscheibe besteht aus weichem Knorpelgewebe und dient uns als Stoßdämpfer. Der äußere Ring ist faserhaltig und schließt an das Knorpelgewebe der Wirbelkörper an.

Das Innere der Bandscheibe besteht dagegen aus Wasser - zu 90 Prozent bei einem Neugeborenen und immerhin noch bis zu 70 Prozent bei einem alten Menschen.
Da sie elastisch ist, kann sie sich je nach Art der Belastung zusammenziehen oder ausdehnen und nimmt dabei Nährstoffe auf. Das ist der so genannte osmotische Prozess. Regelmäßige und ausreichende Bewegung ist daher für eine gesunde Bandscheibe unerlässlich, vor allem mit zunehmendem Alter. Wenig Bewegung und falsche, vor allem starke Belastung schadet ihr. Der äußere Faserring ermüdet allmählich. Das flüssige Innere beult die Bandscheibe aus, die dann auf einen Nerv drückt und Schmerzen verursachen kann.

Die fünf häufigsten Erkrankungen des Rückens


Jede Therapie sollte grundsätzlich von leicht nach schwer geplant werden um den Patienten so wenig wie möglich zu belasten. Eine Kombination von HighTech und Naturheilkunde bietet sich gerade bei chronischen Schmerzzuständen und auch nach Operationen an. Die Osteopathie und Physiotherapie begleitend zur invasiven Behandlung ist ein Muss jedes effektiven Schmerztherapieansatzes sowohl zur Beschleunigung der Heilung als auch zur Rehabilitation. Diese Methoden wirken vorbeugend und sollen Neuerkrankungen verhindern.

Arthrose (Verschleiß) der kleinen Wirbelgelenke, insbesondere der Facettengelenke (periradikuläre Therapie, PRT)

Den größten Teil der Belastungen in unserer Lebenszeit müssen die Bandscheiben aufnehmen. Je älter wir werden, desto dünner werden die Bandscheiben. Die Rückenmuskulatur schrumpft. Dann müssen die Wirbelgelenke, die die Beweglichkeit unseres Rückens ermöglichen, die vermehrten Belastungen aufnehmen. Die Facettengelenke sind dabei sehr gefordert. Besonders der untere Teil unserer Wirbelsäule, die Lendenwirbelsäule, wird stark belastet. Wenn die Bandscheiben mit zunehmendem Alter schrumpfen, lasten beinahe 70 Prozent unseres Gewichts auf den Facettengelenken.
Wie beweglich das Facettengelenk ist, hängt vor allem von seiner Flüssigkeit ab.

Informationen für Ärztinnen und Ärzte

Das Team der Mikrotherapie im Grönemeyer Institut unterstützt und ergänzt niedergelassene Ärzte in der Diagnostik und Therapie ihrer Patienten mit Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden. Dazu setzen wir moderne Diagnostik sowie mikroinvasive Verfahren von der Facettenbehandlung bis hin zu intradiskalen Verfahren ein.

Wir arbeiten im Sinne unserer Zuweiser und, wenn gewünscht, nach Ihren spezifischen Vorgaben.

3. Psychologische Therapie

Schmerzen, die über längere Zeit (mehr als 3 – 6 Monate) anhalten, können das gesamte Leben erheblich beeinflussen. Häufige Folgen sind Angst vor (schmerzauslösender) Bewegung, traurig-depressive, ängstliche oder aggressive (wütende/ärgerliche) Verstimmung, sozialer Rückzug (Hobbys, Freunde, Partnerschaft) und auch sozialer Abstieg, z.B. durch Arbeitsplatzverlust.

Der Psychosomatische Ansatz zur Behandlung von chronischen Schmerzstörungen sowie wichtiger Begleiterkrankungen, wie z.B. Ängsten und Depressionen, wird durch das Psycho Med Zentrum Bochum vertreten, in erster Linie in Person von Herrn Dr. Rodewig.

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